Leider müssen wir mitteilen, dass unser hochgeschätzter Kollege Jan Jonkers am 27. November 2018 im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Völlig unerwartet erlitt Jan eine Woche zuvor einen schweren Herzinfarkt und ist leider an dessen Folgen verstorben. Jan war fast 27 Jahre lang in unserem Unternehmen tätig und hat seine Arbeit mit großem Engagement und Stolz verrichtet. Zunächst war er in der Logistikabteilung tätig, später wurde er Servicetechniker. Er war der direkte Ansprechpartner für unsere Kunden und kümmerte sich umfassend um den Service und die Gewährleistung unserer Produkte. Er tat dies auf eine Weise, die bei unseren Kunden großes Lob hervorrief. Selbstverständlich stehen wir unseren Kunden weiterhin zur Verfügung, doch wird dieser Kontakt künftig über unser Büro abgewickelt werden, und wir werden alles daran setzen, die Arbeit auf dem gleichen Niveau fortzusetzen, wie Jan es mit vollem Engagement getan hat. Wir werden unseren stets optimistischen Jan sehr vermissen und wünschen seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten viel Kraft bei diesem unerwarteten Verlust.
Ein paar Tage nach Jans Tod erschien im „Brabants Dagblad“ ein wunderbarer Artikel über unseren Jan. Jan Jonkers – in Schijndel nannten sie ihn „Lange Jan“. Wir sind sehr stolz auf Jan.
Kolumne im „Brabants Dagblad“ vom 30. November 2018 – Linda Akkermans
Sein Zuhause tauschen, um einer Familie zu helfen. Lange Jan hat es getan
Der Nikolaus ist zwar noch im Land, aber in der St.-Johannes-Kirche in Den Bosch fühlt es sich schon ganz langsam nach Weihnachten an. Josef, Maria und ihr Kind wurden hineingetragen, und unzählige Tiere finden wieder ihren Platz in der berühmten Krippe, die gerade aufgebaut wird. Das Thema dieses Jahres lautet Nächstenliebe.
Nächstenliebe, die Liebe zum Mitmenschen und das Gefühl, für das Wohlergehen eines anderen mitverantwortlich zu sein – nicht unbedingt von jemandem, den man liebt. Etwas für jemanden tun, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.
Ich dachte über die Menschen in meinem Umfeld nach und darüber, wer der Meister der Nächstenliebe ist. Ich stellte eine schöne Rangliste auf, vergaß sie dann wieder und widmete mich dem Tagesgeschäft. Kurz darauf hatte ich unsere Mutter am Telefon, und kurz bevor sie auflegte, sagte sie: „Ach übrigens: Lange Jan ist gestorben.“
Lange Jan aus Schijndel. Der Nachbar eines Onkels. Ein Onkel, der nur 66 Jahre alt werden durfte, denn vor einem halben Jahr saß er eines Morgens plötzlich tot in seinem Sessel. Ein Sessel in dem Haus, das in den neunziger Jahren noch Lange Jan gehörte.
Die Sache ist die: Schon etwas früher hatte meine Tante eine Hirnblutung erlitten. Sie kam in ein Pflegeheim, und mein Onkel blieb mit zwei Mädchen im Teenageralter zurück. Seine Frau nach Hause zu holen, war nicht möglich, da im kleinen Garten dieses Reihenhauses ein Anbau nicht in Frage kam. Nirgendwo sonst in Schijndel war eine geeignete Mietwohnung frei.
Und dann sagte Lange Jan, bis dahin einfach nur einer von vielen Nachbarn, aus heiterem Himmel: „Dann tauschen wir doch einfach? Ihr bekommt mein Eckhaus, ich bekomme euer Haus.“ Als ginge es hier um ein paar Fußball- oder Pokémon-Sammelbilder. Aber er meinte es todernst. Denn wenn er so helfen konnte … warum dann nicht?
Sie haben ihre Häuser getauscht. Meine Tante konnte noch 25 Jahre lang zu Hause wohnen. Dank Lange Jan. Nächstenliebe – der Sieger wurde posthum bekannt gegeben.


