Laut Verba spielt der Futtertrog eine zentrale Rolle bei der Einteilung der Funktionsbereiche durch das Schwein. Dieses Wissen hat Verba dadurch gewonnen, dass es Produktion, Service und Wartung in eigener Regie durchführt.
Und dieses Wissen möchten sie gerne mit den Landwirten und den Forschungseinrichtungen teilen.
Bert Verbakel ist schon sein ganzes Leben lang mit Futtertrögen beschäftigt. Neben der Gründung seines eigenen Schweinezuchtbetriebs in Sint Oedenrode begann Bert 1971 mit der Herstellung von Futtertrögen aus Stahl und Eternit unter dem Markennamen Verba. Mittlerweile wurde der Schweinezuchtbetrieb mit 1.500 Mastschweinen eingestellt, doch die Produkte von Verba sind weltweit zu finden. „Grundsätzlich sind wir in jedem Land aktiv, in dem Schweine gezüchtet werden.“
Von Stahl zu Kunststoff
„Aus Gründen der Nachhaltigkeit haben wir 1978 mit der Herstellung von Kunststoff-Teigbehältern begonnen. Damit waren wir die Ersten auf dem Markt. Aber der Markt war eigentlich noch nicht bereit dafür.
„Die beliebtesten Futtertröge bestanden damals noch aus Eternit, einem günstigeren Rohstoff“, blickt Bert Verbakel zurück. „Als Anfang der achtziger Jahre die Gülleverordnung erlassen wurde, wurden unsere Kunststoff-Futtertröge immer beliebter. Nicht so sehr wegen des Materials, sondern wegen des geringeren Verschüttens. Mit den Brei-Futtertrögen sank die Gülleproduktion pro Schwein von 2 m³ auf 1 m³ pro Jahr. In dieser Zeit wuchsen wir stark und konzentrierten uns auch auf den Export.“
Was Futtertröge angeht, hat sich bis heute eigentlich nichts geändert. „Der Verkauf von Futtertrögen ist nach wie vor eine Frage des Preises, vor allem bei den Europäern. Zuerst wird der gesamte Stall gebaut und eingerichtet, und die Futtertröge kommen erst ganz zum Schluss. Das wird eigentlich nicht gerecht an
„Der Nutzen der Futtertröge“, heißt es mit Nachdruck.
Weitere Tipps
Bert ist der Ansicht, dass die Rolle des Futtertrogs unterschätzt wird. „Die Futtertröge spielen eine zentrale Rolle bei der Einteilung der Funktionsbereiche durch die Schweine. Der Fütterungsplatz ist nämlich fest vorgegeben. An Tagen der offenen Tür sehe ich oft Einteilungen, bei denen ich schon im Voraus sagen kann, dass sie kein Erfolg werden. Dabei ist beispielsweise der Futtertrog nicht auf die Stallgröße abgestimmt oder der geschlossene Boden liegt zu weit vom Futtertrog entfernt. Das hängt alles miteinander zusammen“, hat Verbakel erfahren.
Laut Bert sind die Stallgröße, die Bodenausführung und die Schweinerasse ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Futtertrogs. „Aber um diesen Rat werden wir oder unsere Händler in der Regel nicht gebeten, obwohl wir über dieses Wissen verfügen. Beachten Sie jedoch, dass ein Futtertrog dadurch nicht unbedingt teurer werden muss, da wir innerhalb der verschiedenen Ausführungen unterschiedliche Preisklassen anbieten. Als Landwirt machen Sie es sich einfach viel leichter, wenn Sie von vornherein den richtigen Futtertrog richtig aufstellen. Dann haben Sie einfach viel weniger Probleme mit dem Fressverhalten.“
Service aus eigener Hand
Das Wissen über die Rolle des Futtertrogs im Stall hat Verba in den letzten Jahren dadurch gesammelt, dass das Unternehmen den Service und die Wartung bei seinen Kunden selbst durchgeführt hat. „Wir müssen weiterhin Qualität liefern, denn ein Futtertrog muss jahrzehntelang halten. Da wir den Service und die Wartung in ganz Europa selbst durchführen, wissen wir, wie sich unsere Produkte im Stall bewähren, und haben viel über die Rolle des Futtertroges in der Stallausstattung gelernt.“
Der Vertrieb wurde bewusst an Händler ausgelagert, bei denen es sich hauptsächlich um Stallausstatter handelt. „Futtertröge finden über den Handel kaum Absatz, da sie für die Viehhalter keine oberste Priorität haben. Sie kaufen die gesamte Einrichtung am liebsten bei einem einzigen Händler, daher ist es für uns sinnvoll, die Futtertröge über diese Kanäle zu vertreiben“, erklärt Bert.
Die Produktion nicht auslagern
Der Produktionsstandort von Verba befindet sich bereits seit 1978 am selben Ort in Sint-Oedenrode – bemerkenswert für ein Unternehmen, das in einer Branche tätig ist, in der der Wettbewerb vor allem über die Kosten geführt wird. Bert Verbakel äußert sich jedoch entschieden gegen die Auslagerung der Produktion ins Ausland. „Günstig produzieren
„Das erreicht man durch hohe Effizienz und nicht durch billigere Arbeitskräfte. Durch die Automatisierung des Produktionsprozesses kann man auch beim Selbstkostenpreis wettbewerbsfähig sein.“
Aber auch in Bezug auf den Service ist die Produktion im Ausland laut Verbakel keine Option. „In unserer Branche ist die Produktion auf Lager keine Option, daher muss der Kunde mit Lieferzeiten rechnen. Darauf haben sie oft keine Lust. Außerdem ist der Transport nach Europa nicht gerade billig, weshalb wir uns dafür entscheiden, die Produktion in unserem Einzugsgebiet zu belassen.“
Nicht nur die Produktion, sondern auch die Forschung möchte Verba lieber in der Region belassen. Seit jeher pflegt das Unternehmen enge Kontakte zum VIC Sterksel. Unter anderem werden die Ferkelnester nach dem Pro-Dromi-Prinzip von Verba hergestellt. „Wir leisten gerne unseren Beitrag zu den Entwicklungen in der Schweinehaltung, und umgekehrt hilft uns VIC Sterksel auch dabei, unseren Bekanntheitsgrad im Ausland zu steigern“, erklärt Bert diese Wechselwirkung. „Auf den ersten Blick sind Futtertröge nicht unbedingt ein Bestandteil, bei dem
„Da steckt viel Innovation dahinter. Es handelt sich hauptsächlich um Hardware, bei der es in der Tat nicht mehr viel Raum für Innovationen gibt“, räumt Bert ein.
Dennoch gibt es laut dem Geschäftsführer noch viel Raum für Verbesserungen rund um den Futterplatz der Schweine. „Denken Sie dabei zum Beispiel an RFID-Techniken, bei denen man die Gruppen intakt lässt, aber dennoch individuell füttern kann“, erzählt Bert begeistert. „Die Würfe der Sauen werden immer größer, daher werden die Abteilungen für Mastschweine wieder kleiner werden. Ich bin überzeugt, dass wir wieder zu Mastschweinställen mit 12 bis 15 Schweinen zurückkehren werden, damit die Würfe zusammenbleiben können. Ein Fütterungssystem, das dann sowohl Eber/Jungschweine als auch Jungsauen aus derselben Gruppe individuell füttern kann, ist dann allerdings notwendig.“
Die Erfahrung hat Verba jedoch gezeigt, dass die Innovationen dem Markt etwa fünf Jahre voraus sind. „Das ist bei jeder Innovation immer wieder der Fall. Erst fünf Jahre nach der Einführung ist der Markt dafür bereit. Wir beschäftigen uns bereits jetzt damit.“
Ein weiterer bemerkenswerter Trend, den Verbakel festgestellt hat, ist die Rückkehr des sogenannten „Unterkriechens“. Bereits Anfang der 80er Jahre brachte Verbakel „Unterkriechen“-Systeme auf den Markt, mit denen – gegebenenfalls in Kombination mit einer Fußbodenheizung – ein Mikroklima für die Ferkel geschaffen wurde. „In den 70er- und 80er-Jahren kamen die Unterkriechbereiche und Ferkelkabinen zu Zehntausenden pro Monat auf den Markt. Bis die schräge Aufstellung der Sauen populär wurde. Dazu passt keine Kabine und kein Unterkriechbereich, daher ging der Absatz damals zurück. Doch mit dem derzeitigen Anstieg der Zahl lebend geborener Ferkel steigt das Interesse an Unterkriechmöglichkeiten wieder deutlich an. Diese Ferkel brauchen ein eigenes Klima.“
Unternehmensprofil
Verba ist der Markenname für Produkte, die von Verbakel hergestellt werden. Das Unternehmen hat seinen Sitz seit 1978 in Sint-Oedenrode (Nordbrabant). Verbakel ist ausschließlich in der Schweinehaltung tätig und vertreibt hauptsächlich Futtertröge für die Mastschweinehaltung. Das Unternehmen wird von Bert Verbakel (68) geleitet.
Den mit Abstand größten Teil seines Umsatzes erzielt Verba mit der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Futtertrögen. Mittlerweile verfügt Verba über ein Sortiment, das aus mehr als 100 verschiedenen Arten von Futtertrögen besteht. Darüber hinaus sind auch die Unterkriechvorrichtungen und die Kunststoff-Ferkelnester bekannt, die unter anderem nach dem ProDromi-Prinzip funktionieren. Die Niederlande sind ein wichtiger Absatzmarkt, doch 85 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Grundsätzlich ist Verba in jedem Land tätig, in dem Schweine gehalten werden, bis hin zum Fernen Osten, Ozeanien und Südafrika. Innerhalb Europas werden alle Produkte über Händler vertrieben. Außerhalb Europas unterhält Verba eigene Vertriebsniederlassungen. Das Unternehmen beschäftigt 26 festangestellte Mitarbeiter.
Text: Rob van Ginneken


